The glory Story of fine Radwar Enterprises and the honorable Guest Gravenreuth

Posted on Juli 8, 2007. Filed under: Gravenreuth |

Artikel stammt von Rotglut.org

Daran, dass Günter Freiherr von Gravenreuth aus rein privaten Gründen am Paintballspiel teilgenommen hat, habe ich ja bereits Zweifel geäußert. Heute bin ich per Mail (Der Dank geht an Andreas K.!) auf einige Sachverhalte aufmerksam gemacht worden, die doch interessant sind:

Die Radwar-Geschichte geht auf eine „Cracker Group“ zurück…

22.09.1984 (Quelle 1, Quelle 2)
„Some guys sat together and formed a new „cracking group“. They called it „Deutsches Knacker Syndikat“ (DKS). The most games they released, were simple recracks of other Crackers. They got a bad name for this and when they really cracked a game on their own, no one believed anymore.“
(Einige Kerle setzten sich zusammen und bildeten eine neue „Cracker-Group“. Diese nannten sie „Deutsches Knacker Syndikat“ (DKS). Die meisten Spiele die sie freigaben waren einfach nur „recracks“ anderer Cracker. Sie hatten deshalb ein übles Ansehen und als sie wirklich ein Spiel selbst knackten glaubte es ihnen niemand mehr.)

Diese „Cracker Group“ nannte sich später „RADWAR“ – Kürzel war erst „RDW“, später „RADWAR Enterprises 1941″, Kürzel „RWE“. Die Zahl hat irgendwas mit einer damals „wichtigen“ Programmzeile zu tun.

„From time to time we invite some friends (e.g. TRSI, Softgold, Factor 5, Günni) to play some paintball“
(Hin und wieder laden wir einige Freunde (z.B. TRSI, Softgold, Factor 5, Günni) zum Paintball ein.)
(Quelle)

Soso. Gravenreuth, der just Mitte der 80´er Jahre als angeblich 15jährige Tanja, angeblich im Auftrag der Softwareindustrie kleine und oft genug minderjährige Fische nicht jagt, sondern mit bitteren Tränen der Tanja psychologisch geschickt ködert, der taucht in den frühen Neunzigern inmitten einer Hackergruppe auf, die ihn als guten „Freund“ eingeladen hat.

Im aktuellen Video von Radwar (Interview ab 00:02:20) sagt Gravenreuth etwas zur Vergangenheit und zwar zum Thema eigener Vergesslichkeit und von „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen„.

Ganz privat war er dort. Behauptet Gravenreuth. Das es stimmt erscheint wenig wahrscheinlich. Viele solcher ehemalige „Cracker“ haben damals nichts anderes gemacht, als just derartige Re-Relaeses derartiger von Dritten gecrackter Programme neu mit eigenen Dialern zusammenzupacken. Die Dialer lieferten Firmen, wie die von Gravenreuths Kanzleikollege Bernhard Syndikus. Auch Gulli a.k.a. Randolf Jorberg war wahrscheinlich in derartige Geschäfte „verwickelt“.

Auf einer anderen „Hackerparty“ bewirft Gravenreuth sein eigenes Abbild mit Dartpfeilen. Ganz privat?

Der Autor mag das nicht glauben. Der Autor glaubt fest: in beiden Fällen ging es um Kundenbindung und -gewinnung, um Informationen, also war er beruflich dort. Nichts Privates.

Dafür spricht auch die Ansetzung des Fußballtourniers (Party No. 7)

         Samstag Nachmittag (ca. 14 Uhr)         -  Hallen-Fußball Turnier (Cracker Olympics)

             1. Softwarehäuser gegen Rechtsanwälte             2. Grafiker       gegen Musiker             3. Programmierer  gegen Cracker

(Quelle)

… und dass „Günni“ dort Stammgast war (Party No. 3,4,7)

Drei Tage lang amüsierten sich die Gäste, darunter auch der als „Raubkopiererjäger“ bekannte Rechtsanwalt Freiherr von Gravenreuth, dessen Erscheinen mit „gemischten Gefühlen“ aufgenommen wurde.
(Quelle)

So flieht denn auch die Zeit bis zu dem alles aufrüttelnden Ruf „Günni ist da!“ wenig ereignisvoll dahin.
(Quelle)

Wie immer dabei : Raubkopiererschreck !!!
Rechtsanwalt Freiherr Günther von Gravenreuth !!

*** „RADWAR“ Parties sind Anwalts Liebling (hehe) ***
(Quelle)

… dass „Günni“ offensichtlich nicht gegen die Quelle der Raubkopien vorging (Party No. 8)

Und die rund 300 Partygäste konnten trotz der Anwesenheit des Freiherrn von Gravenreuth gelassen abtanzen der als „RaubkopiererSchreck“ bekannte Münchner Anwalt war und ist gerngesehener Ehrengast auf den Szenetreffs und hält sich dort auch stets an einen „Waffenstillstand“ .
(Quelle)

… als Stifter eines Preises auftrat (Party No. 5)

Am folgenden Tag ging es zum Fußballturnier. Es ging um den Wanderpokal der sogenannten Cracker Olympics, „gestiftet von Günni“,
(Quelle)

… Scherze hinnahm (Party No. 5)

Recht originell ist das von AOFCF entwickelte „GravenreuthCopy“. Es ist keineswegs ´bösartig oder indizierungsverdächtig, sondern reiner Spaß. Dabei handelt es sich um ein normales DOSKopierprogramm, bei dem der Rechtsanwalt digitalisiert abgebildet ist. Gelingt eine Kopie, so erscheint eine Sprechblase mit Fluchzeichen. War das Kopieren fehlerhaft, ist entsprechend gegensätzliches zu sehen. Laut AOFCF ist das Programm Public Domain. Ein Späßchen in Ehren….
(Quelle)

… viele Leute kennenlernte und auch mehr oder weniger freiwillig Einiges aushielt (Party No. 4)

„Was man auf den ersten Blick nicht erkennt, verrät Markus auf meine Anfrage hin: Es befinden sich mal wieder einige der bekanntesten Cracker, Spreader und Programmiergruppen aus Deutschland und Umgebung hier: NATO, 711, TRISTAR, COSMOS, XAMPLE, AMOK, GENESIS PROJECTS, FACTOR 5, LIGHTCIRCLE, ELITE, ALPHA FLIGHT, VISION FACTORY, AOFCF, DARKLIGHT, SUBWAY, etc. (nicht genannte Gruppen mögen uns verzeihen oder es lassen).
[...]
Wer um diesen zeitlichen Dreh nicht geschlafen hat, der konnte in der, neben der Disco gelegenen Gaststätte, ein besonderes Spektakel miterleben. Freiherr von Gravenreuth steht hier, von Scheinwerfern hell erleuchtet, als Opfer eines von der Mutter eines Abgemahnten „Krimis“ geführten Verhörs, Rede und Antwort, und ich muß sagen: Die Frau geht ran! Zum Nachteil für den Freiherrn sind alle Umstehenden eher der Meinung der Mutter, und so hat er es nicht leicht. Er ist jetzt gerade zum vierten Male niedergebuht worden“

(Quelle)

… wohl weil er dort auch Einiges erfuhr (Party No. 5)

Von Alphaflight (CrackerJournal) war zu hören, daß so manche Softwarehändler mehr Raubkopien besitzen als der „Durchschnittssammler“. ´Ich kenne einen PDHändler(1), der hat locker 10000 Raubkopien im Schrank.“ Tja Sachen gibt´s….
(Quelle)

Privat? Ich glaube es ihm nicht!
Das Gravenreuth keine Person der Zeitgeschichte sei widerlegt auch der obige Bericht, in dem es heißt er sei Ehrengast gewesen. Der Mann ist zumindest in gewissen „Verkehrskreisen“ bekannt wie der sprichwörtliche „bunte Hund“. Die Paintballspiele fanden in einem zeitlichem und personellen Zusammenhang, also als Begleitveranstaltungen zu den „RADWAR-Partys“ statt. Die oben genannten Quellen belegen, dass diese Partys durch die Teilnahme und das Sponsoring durch Firmen auch den Charakter von Messen – es gab den DISCO-Stand von IBM und Commodore – hatten. Selbst das Fernsehen war eingeladen und berichtete. Da ist nichts „privates“, der Autor erkennt beim besten Willen kein Schutzbedürfnis wie bei einer „reinen Privatsache“.

[Update 05.07.2007:]
Der Autor hat einen Verdacht: Da sind Anwalt, „Cracker“ und „Releaser“ auf einer Serie von Partys treu vereint und haben ein „Waffenstillstandsabkommen“. Ist es nicht gut möglich, dass die „Radwar-Party“ und der Fall „FTP-Welt“ – Gravenreuths Kanzleipartner Bernhard Syndikus war bekanntlich Mittäter in einer groß angelegten Raubkopie-Sache – miteinander zu tun haben? War „Szene- Stammgast“ Günter Freiherr von Gravenreuth möglicherweise sogar von Anfang an Mitwisser? Ist es nicht wahrscheinlich, dass die Kontaktanbahnung zwischen den anderen Verurteilten und Bernhard Syndikus über Gravenreuth lief und auf einer der Partys erfolgte? Warum sonst reist ein Anwalt seines Alters vom Südosten Deutschlands in den Nordwesten – also insgesamt 1500 Kilometer hin und zurück? Der Party wegen? Unglaubwürdig! Die Paintball-Spiele seit 1994 -darauf deutet alles- hin sind eher eine Art gesellschaftlicher Zusammenkunft mit wirtschaftlichem Hintergrund. Es geht dort, ähnlich wie bei manchem Golf-“Turnier“, sehr wohl um Geschäftsanbahnungen. Ergo darf man darüber berichten.

Nur falls „irgendjemand“ behauptet, Gravenreuth hätte von nichts gewusst.

Ein Witz?
Gravenrenreuth veröffentlicht ja bekanntlich auf seiner Webseite den Spruch von Roman Herzog, über den Bürger, der doch nur Rechtes tue, sich aber wie ein Idiot vorkommen müsse.

Günter Freiherr von Gravenreuth, geb. Dörr hat jetzt einen drauf gesetzt.

Auf dem aktuellen Grafenreuthschen Briefpapier findet sich unten eingedruckt „Intellectual property is our passion.
Ich glaub’s nicht!


1) „PDHändler“- Händler von Public-Domain-Software (eigentlich kostenlose Software, Geld durfte nur für Datenträger und Vertrieb genommen werden… Das „Internet“ war damals noch wenig verbreitet, viele konnten sich das Zeug nicht einfach runterladen. CD´s waren auch noch nicht so billig, dass diese einfach Zeitschriften beigepackt wurden.)

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